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Sechs Studierende verlassen das Hanse-Kolleg mit Abitur

Abiturfeier 2018
Abiturfeier 2018

Insgesamt 3272 Studierende haben am Hanse-Kolleg seit der Schulgründung ihr Abitur erworben. Für die sechs von ihnen, die im Herbst 2018 ihre Abiturprüfungen abgelegt hatten, war das am 14. Dezember 2018 feierlich überreichte Zeugnis so etwas wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Normaler Weise finden Abiturprüfungen ja im Frühjahr statt. Es ist eine Besonderheit der Schulform Weiterbildungskolleg, dass man die Prüfung hier auch im Herbst ablegen kann. Sechs Studierende haben es nach rund drei Jahren geschafft und können nun neue Ziele in den Blick nehmen: ein Studium aufnehmen oder eine Ausbildung beginnen.

Die feierliche Zeugnisübergabe fand in der Aula des Hanse-Kollegs statt. Für den feierlichen Rahmen sorgte wieder einmal die Schulband „Tijuana“ – die erstmals als Trio unplugged auf der Bühne stand und mit ungewohnt zarten Tönen überzeugte. Es soll nicht verschwiegen werden, dass die Schulband des Hanse-Kollegs zum großen Teil aus Lehrerinnen und Lehrern besteht – an diesem Abend vertreten durch Corinna und Michael Böhne sowie Julia Hörth.

Den digitalen Wandel aktiv gestalten

Die vier Redner des Abends setzten ganz unterschiedliche Akzente. Schulleiter Heinz-Friedrich Lange richtete den Blick in die Zukunft. In seiner Rede setzte er sich mit der Digitalisierung auseinander, die mit zunehmenden Tempo alle Lebensbereiche durchdringt und nicht mehr aufzuhalten ist. Nach kritischer Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen dieser Entwicklung kam der Schulleiter zu dem Fazit, dass „originelles und unkonventionelles Denken, Empathie und Verhandlungsgeschick“ Fähigkeiten des Menschen sind, die von Maschinen nicht ersetzt werden können. Soft Skills wie „Reflexions- und Lernfähigkeit, Eigenverantwortung, Resilienz, Flexibilität und die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit“ seien Kompetenzen, die gerade in heutigen Zeiten an Bedeutung gewinnen. Durch sie sei der Mensch in der Lage, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Dazu ermunterte der Redner die anwesenden frischgebackenen Abiturienten und Abiturientinnen.

Das Bildungssystem ist sehr auf den Durchschnitt fixiert

Der zweite Redner des Abends, der stellvertretende Schulleiter Reinhard Schröder, setzte sich kritisch mit dem Bildungssystem auseinander. Schröder bemängelte, dass Bildung zu sehr auf den Durchschnitt fixiert sei. Besondere, vielleicht auch einseitig begabte Talente, aber auch „extravagante Persönlichkeiten“, die in ihrem Verhalten nicht dem Durchschnitt entsprechen“, hätten es an Schulen und Hochschulen nicht leicht. Das Abitur bescheinige wohl die „durchschnittliche Leistung“, aber Schröder ist sich sicher, dass die anwesenden Absolventen über besondere Begabungen verfügen oder diese vielleicht während ihrer Zeit am Hanse-Kolleg entdeckt haben. Schröder wünscht allen, dass sie mit dem erworbenen Abitur ihre beruflichen Träume realisieren können.

Eine Achterbahnfahrt

Beratungslehrer Michael Salmen hat die Studierenden drei Jahre lang auf ihrem Weg zum Abitur begleitet. Diesen Weg zeichnete er in seiner Rede nach. Er bezeichnete die Jahre als Achterbahnfahrt. Mit dieser Metapher verdeutlichte er sehr gut die spezifischen Eigenarten einer Bildungseinrichtung für Erwachsene: das Auf und Ab, langsame Anstiege und schnelle Talfahrten. Manch einer steigt nach der ersten Runde aus, andere unternehmen zusätzlich noch eine Extrarunde. Salmen ermunterte die von nun an ehemaligen Studierenden dazu, dem Hanse-Kolleg auch weiterhin verbunden zu bleiben und vielleicht am nächsten Lippstädter Altstadtlauf teilzunehmen.

Das Hanse-Kolleg – ein Ort des Lernens und der Menschlichkeit

Der Studierende Christopher Stallein betonte in seiner Ansprache, dass das Hanse-Kolleg nicht nur ein Ort des Lernens sei, sondern vor allem auch ein Ort der Menschlichkeit. Er bedankte sich stellvertretend für seine Mitabiturienten bei den Lehrerinnen und Lehrern für die mit Engagement geleistete Arbeit.

Sechs Studierende verlassen die Schule und machen sich auf zu neuen Herausforderungen. Auf dem weiteren Weg wünschen wir, die Lehrer des Hanse-Kollegs, ihnen viel Glück, Erfolg und Durchhaltevermögen.

Florian Teubert